der Bunker-Kundschafter   

 

 

 

 

     Geplantes FHQ " Riese "                                                                                                              FHQ - " Wolfschanze "

  

 

Der Oder /Warthe Festungsbogen ------ Ostwall  im  heutigen  Polen

                                                                            

 

Informationen zum Details!!

Nach einem Dokument aus dem Jahre 1944 hat das unterirdische Hohlgangsystem eine Gesamt - Länge von 32,5 Km. Das Gebiet in dem die Panzerwerke sowie Panzerbatterien gebaut wurden umfasst eine Geländefläche von 7,54 ha. Das System wird aus dem Hauptverkehrsgang mit 22 Bahnhöfen gebildet. Dazu hat man fünf Einfahrten auf der Rückseite der Linie, sowie die, von hier bis zu den Kasernenbereichen führenden Hohlgänge, geplant, welche sich unmittelbar unter den Kampfanlagen befinden. Die Panzerwerke bzw. Batterien sind mit dem System durch Schächte verbunden, deren Tiefe von 12,80m bis 26 m reicht. Der senkrechte Verkehr wurde durch Fahrstühle, Treppen aus Stahl und Beton, der waagerechte Transport im System mit Hilfe einer elektrischen Schmalspurbahn gewährleistet. 1945 waren vom geplanten Ausbau der Gesamtanlage ca. 30% fertiggestellt.  Nach dem Krieg wurden die Objekte zuerst durch sowjetische Armee übernommen, die die Ausrüstung demontiert und einen Teil der Bunkern in die Luft gesprengt hat, um deren Kampfwert zu vernichten. Es wurden hier auch Schießübungen durchgeführt und neue Geschoßtypen getestet. Nachdem die Russen gegen Ende der 40-er Jahre die Bunker verlassen hatten, wurden die Schutzräume sämtlicher Einrichtungen und Installationen beraubt. Erst nachdem die FOWB-Schutzanlagen durch die polnische Armee übernommen und wieder in ordentlichen Zustand gebracht worden waren, wurde der Zerstörungsprozeß gestoppt. Die Räume wurden nicht nur inventarisiert, sondern auch neugestrichen und gekennzeichnet. Die Eingänge wurden gesichert oder vermauert. Nachdem im Jahre 1957 die Armee die unterirdischen Schutzräume verlassen hatte, kam es jedoch zur endgültigen Vernichtung der übriggebliebenen Installationen. Insgesamt sind die von mir gesehen Anlagen in einem recht ordentlichen Zustand. Kein Wasser in den Hohlgängen und Verkehrswegen lässt erahnen das heute noch die eingebaute Kanalisation einwandfrei funktioniert. Nach Informationen des Bunkerführers waren zur Herstellung der Anlagen an die 100tsd. Bauarbeiter im Einsatz.

Bis zum heutigen Tag kann man sowohl die Ober  als auch unterirdischen Objekte der Befestigungskunst bewundern, wenn man einen Fremdenführer in der Ortschaft Boryszyn ( Burschen ) nutzt. Zur Zeit ist dies noch bis Ende Oktober möglich.
                                                     
Auf eigene "Faust" ist dringendst davon abzuraten in dieses weit verzweigte Bunkersystem einzudringen.

Interessant sind vor allem die jährlichen Veranstaltungen, die durch den ansässigen Militärhistorischen Verein in der Gemeinde "Kalawa" organisiert werden. Dabei ist die nachgespielte Erstürmung des Ostwalles, mit historischer Technik, Waffen und Fahrzeugen ein Höhepunkt der Veranstaltung. Wer mal auf diesen Link geht kann ja mal beeindruckende Bilder erleben : http://www.ostwall.info


Die Ortschaft Kalawa ist von Burschen nicht weit, entfernt und deshalb schnell erreichbar. Hier zum Ort einige Impressionen!!

 

 

 

 !! Standortbestimmung  bzw. Lag des Panzewerkes " Kalawa " / Ostwall
   

Auf der Karte sind die drei Befestigungsgürtel zu erkennen. Die Drachenzähne sind im Bereich der Ortschaft Kalawa, noch gut zu erkennen. Die Panzerwerke und Batterien erstrecken sich im Mittelabschnitt, durch Punkförmige Bezeichnung zu ersehen. Die Feldbefestigungen durch Panzergräben sowie weiterer militärischer Befestigung erstreckte sich vom Fluß " Wartha " im Norden bis zur  Oder im  Süden. Ein gewaltiges Bauwerk Die Zufahrt zum Festungswall erfolgt von Berlin kommend am besten über die B1 zum Grenzübergang Küstrin. Am Grenzübergang Frankfurt / Oder  stauen sich ständig die Fahrzeuge bzw. ist die A12 immer mit LKW`s meist zugestellt. Auch Frankfurt - Stadtbrücke ist nicht immer zu empfehlen. Wenn man Küstrin hinter sich hat dann weiter über Sulecin  nach Boryszyn / Burschen. Hier in der Ortsmitte nach links abbiegen und ca. 500 m weiter den Schildern folgend. Dann rechts auf ein Feld fahren und 1,5Km  in Richtung Wald fahren. Hier wird man dann e von freundlichen Bunkerführern in Empfang genommen. Man sollte unbedingt keine Taschenlampen vergessen. Diese braucht man in ca. 30m Tiefe beim Rundgang durch die Hohlgänge.

 

Panzerwerk 117,Werk - Gruppe Scharnhorst

Der obere Bereich des Panzerwerkes war für die Kampfbesatzung vorgesehen. Die Kasernenverbände  hielten sich im unteren Teil der Zweistöckigen Anlage auf. Dies ist im Schnitt der  unteren Bilder erkennbar. Von hier aus geht es dann durch einen steilen Treppenschacht ca.26m in die Tiefe. Teilweise wurden auch Fahrstühle eingebaut.

      Verbindung  zu den PW                                    ..Panzer-Sperren ( Drachenzähne) in der Umgebung von Kalawa                                                      

 

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  1. Hier, im oberen Bild sieht man die Stahl - Armierung, die dem Bauwerk im oberen Bereich die nötige Festigkeit gibt. Der Eingang am Werk Boryszyn, wurde zu heutiger Zeit in die Betondecke geschnitten. Die Panzer-Batterie 5 wurde nie ganz vollendet. Selbst nach über 60 Jahren ist trotzdem alles noch gut erhalten. Der Einstiegsschacht hat wohl allerhand Beton verschlungen.

  2. Bahnhöfe gab es in dem verzweigten Tunnelsystem eine ganze Menge. Namen wie Dora, Emma, Friedrich, Bertha, Otto, Ludwig oder Konrad waren Haltepunkte. 12 dieser gab es insgesamt, die auch eine Verteilungsfunktion in Bezug zur Versorgung der Festungswerke hatten. Dieser Schriftzug markiert den Haltepunkt bei der Panzerbatterie. Man sieht, daß Zwei Gleise die Versorgung übernahmen. Die Bahnhöfe bildeten den Wartepunkt der Elektrozüge sowie Verteilerpunkt. Ähnlich der Maginot - Bunkeranlage in Frankreich fuhren hier auch Elektrozüge, die durch Akkumulatorenstrom über ein Oberleitungssystem diesen erhielten. ( Siehe Bild ) Es sind heute noch z. T. die Leitungsaufhängungen vorhanden.

  3. Untere Bilder zeigen den Bunkerführer, der  uns einen bereich der Anlage führte. Sein kleiner Hund lief schon immer voraus. Hier in diesem Bereich war das Gleis nicht mehr vorhanden. Anderswo war, wie hier zu sehen ist, selbst die Weiche noch voll funktionstüchtig. Die Betoneinfassung für die Gleise war ganz fein gegossen und noch ohne Makel. Auch war dieser ganze Bereich doch relativ trocken. Keine Spuren von Wassereinbruch oder sonstigen Flüssigkeiten.

  4. Hier sieht man einen Abzweig des Holgangsystems. Die Verbindungen zu den einzelnen Panzerwerken machten dies erforderlich. Der Beton, wie erst heute nach neuesten Informationen erklärbar, hat eine " bläuliche " Farbe. Zu DDR - Zeiten hätte man von sogen. guten Mischungen in Bezug von Eisen - Portlandzement gesprochen. Aber es ist anders. Zu damaliger Zeit der Bauausführung gab man Beimengen zum Aushärten des Betons dazu, die diesen Prozess nach 30 bis 40 Jahren erst abschließt. Dann hat die Betonhülle, in dem Fall das Tunnelsystem, die absolute Festigkeit erreicht.

  5. Mit 60t Munitionsbelegung war das Max. für diesen Raum angegeben. Das nächste Bild zeigt die Ausmaße des Raumes. Diese wurden Quer zur verlaufenden Bahnstrecke eingebaut.

 

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Panzerwerk-Kuppel: von der gegnerischen Artillerie getroffen.
Die Panzerkuppeln sind als Sechsschartenturm für zwei Maschinengewehre ausgebildet. Die Panzerung, aus Chrom-Molybdänstahl betrug zwischen 250 bis 320 mm des direkt dem gegnerischen Feuer  ausgesetzten Panzerteil. Erfolgreiche Feuerversuche fanden auf dem Versuchsgelände in Meppen statt. Schutz bot die Panzerung gegen Kaliber der Größenordnung 210mm. Bis 1944 wurden Schutzkuppeln dieser Größe in einer Stückzahl von 624 in den Schutzanlagen ( Westwall, Ostwall sowie anderen ) verbaut. 100 Stck. waren es direkt für den Ostwall. Die Kosten einer einzigen Panzerkuppel schlug mit 82000 Reichsmark zu Buche. Das Gewicht war ebenfalls immens. 51000 Kg waren schon eine Menge Qualitätsstahl. Am Westwall sind diese Kuppeln so gut wie verschwunden. Die Sieger gegen Deutschland haben in einem sog. Alliierten Beschlusses vereinbart, all diese Anlagen zur  Nichterstärkung Deutschlands, gesprengt. Heute findet man z.B. nur in einer Anlage bei der Stadt Besseringen im Saarland einige dieser Panzerkuppeln.